Johannes ohne Glück auf dem Circuit Dijon-Prenois

Die DTM machte am vergangenen Wochenende zum ersten Mal Station auf der 3,801 km langen Rennstrecke im Burgund. Johannes Seidlitz startete optimistisch in das Rennwochenende, das für ihn wie immer mit dem Roll-out am Freitag begann. Johannes und das KOLLES Futurecom-TME – Team übten Boxenstopps, welche gut funktionierten. Außerdem versuchte Johannes bis zum Ende des Roll-outs möglichst viele Runden zu fahren. Das freie Training fand bei nassen Streckenbedingungen statt. Für Johannes war es schwierig, da er vorher noch nie mit einem DTM-Rennwagen bei Regen gefahren war. Erschwerend hinzu kam, dass der Circuit Dijon-Prenois eine ultraschnelle Rennstrecke ist. Johannes fuhr mehrere kurze Stints und studierte mit seinem Ingenieur danach immer wieder die so wichtigen Daten. Insgesamt fuhr er 43 Runden. Im Vordergrund stand nicht die Zeitenjagd, sondern das Sammeln von Daten. Johannes war mit dem Training im Nassen zufrieden, die Runs waren gut und er konnte viel lernen. Das Qualifying fand bei trockenen Bedingungen statt und Johannes kam gut zurecht. „Das Qualifying lief gut für mich, ich konnte mich mit meinem zweiten Reifensatz steigern und ich lag nur knapp hinter Tomas Kostka.“ Johannes ging von Startplatz 19 vor seinem Teamkollegen Christian Bakkerud ins Rennen.

Im Warm-up vor dem Rennen absolvierte Johannes noch einen Long-run, welcher gut funktionierte. Der Start ins Rennen war für Johannes nicht optimal. Er konnte die Startampel nicht sehen und sein Ingenieur musste ihm per Funk das Zeichen zum losfahren geben. In der ersten Runde hielt er sich aus allen Rangeleien raus. In der 10. Runde gab es einen Zweikampf zwischen Katherine Legge und Christian Bakkerud. Bakkerud dreht sich daraufhin in der ersten Kurve ins Kiesbett. Wenige Sekunden später passierte das Missgeschick. „Ich hatte einen Verbremser, dadurch bin ich in den Dreck neben der Ideallinie gekommen und dann ist mir das Heck ausgebrochen.“ Dann drehte sich Johannes mit seinem Rennwagen rückwärts ins Kiesbett und prallte auf das Auto seines Teamkollegen Christian Bakkerud, der unglücklicherweise noch im Kiesbett der ersten Kurve stand und war damit aus dem Rennen. „Ich hatte mir das Wochenende anders vorgestellt. Aber ich habe viel dazu gelernt. Das Auto wird für Hockenheim wieder startklar sein.“
Das Saisonfinale der DTM findet vom 23. bis 25. Oktober auf dem Hockenheimring statt.












