Johannes Seidlitz in Brands Hatch

Am vergangenen Wochenende absolvierte Johannes Seidlitz sein erstes Auslandsrennen in seinem AUDI A4 DTM 07 in Brands Hatch. Das freie Training lief für Johannes auf der 1,929 km kurzen „Indy-Variante“ in Brands Hatch gut. Er absolvierte einige „kurze runs“ und einen „long run“. Er hatte lediglich ein Problem mit der Vorderachse des Autos und fuhr insgesamt 61 Runden. Im Qualifying passte für Johannes nicht viel zusammen. Er bekam seine besten Sektoren-Zeiten nicht in eine Runde zusammen. Innerhalb des ersten Qualifying-Segments konnte Johannes zwar seine Qualifying-Zeit steigern, war damit aber nicht zufrieden. Nach dem Qualifying wurde Johannes wegen blockierens von Ralf Schumacher von den Sportkommissaren bestraft. Gegen Ende seines Qualifyings, auf dem Weg in die Box hatte Johannes zu spät in den Rückspiegel geschaut. Als Johannes den Mercedes von Ralf Schumacher im Rückspiegel sah, wich er nach links aus, auch Ralf Schumacher fuhr nach links. Als Johannes nach rechts auswich, fuhr auch Ralf Schumacher nach rechts. Unglücklicherweise waren beide jeweils in die gleiche Richtung ausgewichen. Johannes wurde für diese Aktion mit der Mindeststrafe belegt. In der Startaufstellung wird er um fünf Plätze nach hinten strafversetzt. Zusätzlich bekam er eine Geldstrafe über 2000 Euro. Aufgrund seiner Qualifying-Platzierung hatte die Rückversetzung für Johannes keinen Einfluss auf seine Startposition.

Das Rennen verlief für Johannes insgesamt nicht nach Wunsch. Der Start verlief gut, aber vor der ersten Kurve hielt er sich zurück, weil er die erste Kurve gut überstehen wollte. Johannes und sein Team KOLLES Futurecom-TME hatten für das Rennen einen langen ersten „Stint“ geplant. Dieser Plan ging aber nicht auf, da Johannes in der 15. Runde unplanmäßig die Box ansteuern musste, weil er einen Reifenschaden hatte. Das Boxenstoppfenster für die Pflichtboxenstopps lag in diesem Rennen von der 24. bis zur 70. Runde. So musste Johannes bereits vor dem Boxenstoppfenster zu einem Reifenwechsel an die Box, was für Johannes drei statt zwei Boxenstopps in diesem Rennen bedeutete. Aufgrund der kurzen Strecke kam es dann zu Überrundungen, bei denen Johannes immer wieder die Idealline verlassen musste. Das war sehr schwierig, weil neben der Idealline sehr viel Dreck lag. Für Johannes war es schwierig mit den verschmutzten Reifen zu pushen und er versuchte seine Reifen wieder sauber zu fahren. Schließlich fuhr Johannes als 17. ins Ziel und gab zu Protokoll: „Ich bin nicht zufrieden, das Wochenende war nicht top. Wir hatten auf der kurzen Strecke ein Handicap. Ich freue mich auf Barcelona, der Circuit de Catalunya ist eine längere Strecke mit einer längeren Gerade und ich sehe dort mehr Chancen weiter vorne mitzufahren.“
Das nächste DTM – Rennen findet am 20. September auf dem Circuit de Catalunya nahe Barcelona statt.












